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Info über Second Life


Second Life ist eines der bekanntesten Internetphänomene jüngerer Zeit. Dabei existiert Second Life schon relativ lange – doch seit Ende 2006 ist das Onlinespiel immer wieder in den Schlagzeilen, und zwar sowohl Positive als auch Negative: Von einer zweiten Welt ohne den Ballast gewachsener Strukturen ist bei den einen die Rede – von Betrügereien und Kinderpornografie bei den anderen. Gleichzeitig gibt es immer wieder Berichte über Menschen, die durch Second Life reich geworden sind – oder zumindest davon leben können und ihren Job an den Nagel gehängt haben. Viele Unternehmen, Universitäten oder Städte haben inzwischen eine Onlinevertretung im „zweiten Leben“, sogar reale Jobs werden in der virtuellen Welt vermittelt, oder virtuelle Vorlesungen in Second Life abgehalten.

Mit seinen fast 12 Millionen registrierten Nutzern weltweit ist Second Life unbestritten einer der Anlaufpunkte für Menschen aus aller Welt im Internet – dass sich jedoch nur etwa eine halbe Million Nutzer tatsächlich aktiv in der Onlinewelt bewegt, tut dem Ganzen keinen Abbruch: Diese Zahl ist immer noch enorm.

Second Life übt auf viele Menschen eine enorme Faszination aus: Eine Welt, in der man alles machen, und alles sein kann, scheint einen der fundamentalsten Wünsche des Menschen zu erfüllen: Das Bedürfnis, sich selbst zu verwirklichen. Und tatsächlich: Nicht einmal auf eine menschliche Form ist die Figur beschränkt, die den Spieler in der Onlinewelt verkörpert: Wenn es ihnen gefällt, können sie sogar als blitzende Wolke in der Onlinewelt auftreten! Und das Ganze ist kostenlos – zumindest theoretisch:
Die benötigte Spielsoftware kann man sich völlig kostenlos herunterladen, und auch beim Spielen fallen keine Kosten an, abgesehen von den üblichen Gebühren für ihren Internetanschluss, den Strom etc. Und dann können sie auch schon loslegen: Sie können die virtuelle Welt erkunden, ihren Avatar gestalten, versuchen, ihr eigenes Unternehmen zu gründen oder einkaufen gehen – rein virtuell versteht sich! Denn kaufen kann man in Second Life quasi alles: Angefangen von einem neuen Aussehen für den eigenen Avatar bis hin zu (virtuellem) Grundbesitz, auf dem sie zum Beispiel ihr virtuelles Heim errichten können.

Bezahlt werden sowohl Körperteile als auch Grundstücke mit Linden-Dollar, welche sie entweder im Spiel verdienen können, oder reales Geld in Lindendollar umtauschen, um diese dann im Spiel zu verwenden. Doch auch der andere Weg ist möglich: Sie können auch verdiente Linden-Dollar in echte amerikanische Dollar umtauschen. Das setzt natürlich voraus, dass sie genug virtuelles Geld verdient haben: Das Äquivalent zu einem echten Dollar sind nämlich mehrere Hundert virtuelle Dollar. Doch einige durch die Medien bekannt gewordenen Beispiele zeigen, dass es nicht unmöglich ist, in Second Life Geld zu verdienen, und davon auch im richtigen Leben seinen Lebensunterhalt bestreiten zu können. Doch natürlich sind auch die Möglichkeiten, das virtuelle Geld wieder auszugeben beinahe unbegrenzt.
Denn obwohl theoretisch die Möglichkeit besteht, sich alles in Second Life selbst zu erstellen, braucht man dafür natürlich etwas Geschick im Umgang mit den in Second Life verwendeten Programmen, sodass es oft einfacher ist, das benötigte zu kaufen. Doch gerade für Menschen, die sich gerne mit diesen Programmen Auseinandersetzen und für die auch die Second Life Programmiersprache kein Fremdwort darstellt, können in Second Life Geld verdienen, indem sie Gegenstände für andere Benutzer herstellen, und diese dann verkaufen...

Doch für die meisten Benutzer ist Second Life keineswegs nur der virtuelle Marktplatz, auf dem sie dem großen Geld hinterher jagen: Second Life ist vor allem auch auf Kommunikation ausgerichtet und bietet die Möglichkeit, andere Spieler aus aller Welt kennenzulernen und Zeit mit ihnen zu verbringen. Es gibt sogar schon einige Paare, die sich tatsächlich in Second Life kennen und lieben gelernt haben, und nun auch im richtigen Leben ein Paar sind. Genauso wie viele in Second Life einfach eine Gruppe von Gleichgesinnten gefunden hat, mit denen sie sich gut verstehen, und Freundschaften knüpfen, egal ob virtuell oder anschließend auch im realen Leben.